Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.
Gesetzgebung in Deutschland
Im sonst so sicherheitsbewussten Deutschland waren Rauchmelder bis noch vor wenigen Jahren wenig bekannt und gesetzlich nicht vorgeschrieben.
Rauchmelderpflicht
Die Kampagne "Rauchmelder retten Leben" ist seit dem Jahr2000 für die Brandschutzaufklärung im privaten Wohnraum aktiv-mit der Unterstützung der Feuerwehren, Schornsteinfeger und Verischerungen bundesweit. So hat sich allmählich das Bewusstsein der Bevölkerung und damit auch der politischen Entscheider dahingehend geändert, Rauchmelder als wirkungsvolle Lebensretter wahrzunehmen. Heute haben bereits 9 Bundesländer(Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bremen und Sachsen-Anhalt) eine Rauchmelderplicht für private Wohnräume. Details zu den Gesetzgebungen in den einzelnen Bundesländern und die entsprechende Umsetzungsfristen finden Sie hier im Anschluss.
Keine Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg
Jeder Baden-Württemberger bleibt für den Brandschutz in den eigenen vier Wänden selbst verantwortlich.
Bis zuletzt appelliert Willi Dongus, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes(LFV) Baden-Württemberg, an der Landesregierung, nicht auf das nächste Brandopfer zu warten, sondern eine landesweite Rauch-melderpflicht einzuführen. Doch das Wirtschaftsministerium setzt auf Freiwilligkeit und, so dass keine gesetzliche Regelung in die Novellierung der Bauordnung aufgenommen wurden.
„Jeden einzelnen Baden-Württemberger persönlich von der Installation eines Rauchmelderes zu überzeugen, ist eine mühsame und zeitraubende Arbeit, die die meisten freiwilligen Feuerwehren in ihrer Freizeit und am Wochenende übernehmen,“ sagt Willi Dongus. „Nur die Rauchmelderplicht hätte die Grundsicherheit der Bürger in den nächsten Jahren garantiert,“ so der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Baden-Württemberg.
Rund 500 Menschen kommen jährlich bei Wohnungsbränden ums Leben. Gründe für die 200.000 Brände im Jahr sind neben Fahrlässigkeit häufig technische Defekt.
Ihr Leben ist es wert
Achten Sie beim Kauf eines Rauchmelders auf die Qualität des Gerätes.
Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Beachten Sie : Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur , dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Wenn Sie zusätzlich sicher sein wollen, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte unterliegt, können Sie auf das VdS-Prüfzeichen achten.
Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, empfiehlt das Forum Brandrauchprävention zudem Rauchmelder, die über eine Batterie mit einer Lebensdauer von 10 Jahren verfügen.
Ein zuverlässiger Rauchmelder ist im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhältlich. Dort finden Sie nicht nur Qualitätsprodukte , sondern auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern.
Optische Rauchmelder
Batteriebetriebene Rauchmelder für private Haushalte
9V-Rauchmelder sind die optimale Lösung zum Nachrüsten im Wohn-,Büro-und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren. Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffetassen unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. In Deutschland erhältliche Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Diese Rauchmelder arbeiten unabhänging vom Stromkreis. Die Notwendigkeit des Batteriewechsels wird ca.30Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt.
Mehr Sicherheit für Rauchmelder
Eine Langzeitbatterie (9V Lithium) mit einer Batterielebensdauer von bis zu 10 Jahren hält in der Regel so lange, bis auch der Rauchmelder ausgetauscht werden sollte. Eine Langzeitbatterie muss dabei bis zu 4x weniger gewechselt werden als eine Standard Alkaline-Batterie. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch die Zeit für den Batteriewechsel- wichtig für Wohnungsbaugesellschaften.
Optischer Rauchmelder (auch photoelektrisch)
Die Sensoren eines Rauchmelders arbeiten nach dem optischen Prinzip, d.h. in der Messkammer des Gerätes werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen. Raucheintritt in die Rauchmesskammer werden die ausgesendeten Lichtstrahlen durch die Rauchpartikel gestreut und auf das Fotoelement abgelenkt. Das so erkannte Rauchsignal löst den lauten Alarmton aus. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Prinzip ermöglicht es, dass ein optischer Rauchmelder zuverlässig im Brandfall warnen kann, ohne bei leichtem Rauch (zum Beispiel von Zigaretten) Fehlalarm zu schlagen.
Optische Rauchmelder reagieren vor allem auf kalten Rauch, der sich schon bei Brandausbruch(Schwelbrand) bildet, bevor Flammen zur Gefahr werden.
Lasermeldung
Nach dem gleichen Prinzip wie der optische Rauchmelder funktioniert auch der Lasermelder, wobei hierbei allerdings anstatt der einfachen Leuchtiode (LED) eine Laserdiode verwendet wird. Dadurch wird die Messung genauer und der Rauchmelder erkennt schon geringste Mengen an Rauchpartikel.
Die FF Wolfegg und der Verfasser nehmen für diese Aussagen Keinerlei Haftung. Und die Vervielfältigung ist strengstens untersagt.